Prototypische Schule für Sambia – TUM

School for Sambia
TUM Architekturstudenten realisieren ein Entwurf und bauen eine Schule in Sambia. Unterstützen sie das Projekt mit einer Spende.

TU München – Fakultät für Architektur

TU Munich – Sambaia School Project

 

Der Human Development Index 2011, der Wohlstandsindikator der UNO, listet
Sambia auf Platz 164 von 187 Ländern. Dies äußert sich insbesondere durch
große Defizite innerhalb des Bildungssektors. Beispielhaft steht dafür der
landesweite Bedarf von 10.000 neuen Klassenräumen für die Grundschulen
Sambias.

Im Rahmen eines halbjährigen, interdisziplinären Studentenentwurfs im
Wintersemester 2012/2013, der in Kooperation des Fachgebiets Holzbau und
des Lehrstuhls für Holzbau und Baukonstruktion der Fakultäten Architektur und
Bauingenieurwesen der TUM durchgeführt wurde, entwickelten insgesamt 36
Studierende in Gruppenarbeit Entwürfe für ein prototypisches Schulgebäude.
Aus den insgesamt neun erarbeiteten Entwürfen wurde am Ende des Semesters
ein Entwurf von einer Fachjury ausgewählt, der nun die Basis der weiteren
Bearbeitung bildet und in den die besten Erkenntnisse aller übrigen Entwürfe
einfließen werden. In dieser zweiten Planungsphase im Frühjahr/Sommer dieses
Jahres wird die weitere Bearbeitung durch Studierende der University of Zambia
(UNZA) unterstützt.

Das Grundmodul mit drei Klassenräumen und einem Lehrerzimmer bietet
ausreichend Platz für eine typische Dorfschule, bei einem höheren Platzbedarf
können größere Anlagen durch Kombinationen des Grundmoduls entstehen.
Das Grundmodul kann außerdem zur Erweiterung bestehender Schulen genutzt
werden. Im Vergleich mit den Standard-Schulbauten Sambias wird die
Aufenthaltsqualität, die durch Raumklima, Schallschutz, Raumakustik und
Belichtung geprägt wird, durch den neuen Entwurf erheblich verbessert.
Außerdem wird eine ressourcenschonende Gebäudeerstellung durch die
Verwendung geeigneter lokaler Baustoffe und Produktionsmethoden erzielt.

Regenerative Energiesysteme ermöglichen den Betrieb unabhängig vom
Stromnetz, sodass auch nicht erschlossene, ländliche Regionen versorgt werden
können. Das Entwurfskonzept ermöglicht zudem neue Unterrichtsformen, die im
Gegensatz um klassischen Frontalunterricht auf die Klassengrößen und die
geringe pädagogisch Qualifikation der Lehrer Rücksicht nimmt. Freibereiche und
Schulgärten, Rückzugsmöglichkeiten für kleinere Gruppen und nach Schulschluss zugängliche Aufenthaltsbereiche unterstützen die Umsetzung alternativer Lehrkonzepte und machen die Schule zu einem identitätsstiftenden Ort.

Im Frühherbst 2013 werden die 36 Studierenden der TUM die Schule gemeinsam mit Studierenden der UNZA und mit der Hilfe lokaler Arbeiter der Basic School Woodlands Primary B in Lusaka errichten.

Neben den betreuenden Lehrstühlen der TUM wurde das Projekt von Beginn an intensiv von der Unternehmensberatung Munich Advisors Group begleitet und mitgetragen. Der Gründer Emanuel Chibesakunda, selbst deutsch-sambischer Herkunft und TUM-Alumni, ist Vermittler zwischen den Kulturen. Auch das sambische Bildungsministerium ist in die Entwicklung eingebunden und begleitet das Projekt beratend. Eltern, Lehrer und andere freiwillige Helfer vor Ort werden den Bau des Schulgebäudes tatkräftig unterstützen.

Durch die beteiligten Einrichtungen der TUM wurden seit 2007 bereits sechs
studentische Projekte in verschiedenen afrikanischen Ländern realisiert. Dabei
bestand stets die Zielsetzung, durch ressourcenschonende Bauweisen und energetisch durchdachte Gebäude ein Bespiel zu geben und dabei gleichzeitig
die lokale Baukultur zu achten. Alle Gebäude wurden von den Studierenden im
Rahmen ihres Studiums entworfen und anschließend vor Ort in Zusammenarbeit
mit lokalen Arbeitern errichtet. Durch Projekte dieser Art und die dafür typische,
extreme Bausituation, werden für die beteiligten Studierenden die Notwendigkeit unkonventioneller entwerferischer Lösungen und die Dringlichkeit des einfachen Bauens unmittelbar verständlich.

Die Studierenden lernen in diesem Zug, kreative Energie trotz aller
Einschränkungen in ästhetische und pragmatische Lösungen umzusetzen. So
entstehen Gebäude mit hervorragenden raumklimatischen Eigenschaften. Bei
der Auswahl der verwendeten Baumaterialien wird in besonderem Maß auf
Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit geachtet. Im Rahmen der Projekte
gelingt zunehmend die Zusammenarbeit mit Studierenden afrikanischer Universitäten, sodass gezielt Kooperationen zwischen der TUM und afrikanischen Universitäten aufgebaut werden können.

Für die Realisierung des Projektes sind wir auf Ihre Spende angewiesen.

Die Spenden werden ohne Anteil an Verwaltungskosten zu 100% für die
anfallenden Projektkosten verwendet. Für einen Großteil der Reise- und
Unterkunftskosten kommen die Studenten selbst auf.

Die Spenden für dieses Projekt sind als Sonderausgaben steuerbegünstigt. Für
eine Spende ab 100 Euro erhalten Sie oder Ihr Unternehmen eine
Spendenquittung.

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